Wow, jetzt hab ich es tatsächlich durchgehalten 9 Artikel über Buddhismus-Theorie zu schreiben – obwohl ich doch lieber etwas entspannter über meine eigenen Erfahrungen rede. Der BLOG ist ja eh eher für mich, also denke ich, dass das schon okay ist
Manche Dinge möchte die Existenz, möchte Gott, möchte das Dao einfach ausdrücken, drum hier jetzt etwas zum Dao-Sein.
Dao (andere Umschrift Tao) aus dem Daodejing (Tao De King) von Laozi ist der Weg, das Sein. Das Daodejing ist das Grundlagenwerk des Taoismus. Soviel zur Theorie
Das TaiChi-Symbol, besser bekannt als das Yin-Yang-Zeichen, spiegelt die Dualität in unserer relativen Welt wieder und den Wandel in dieser.
Dao als Sein
In der Kampfkunst-Form des TaiChi, dem TaiChi Chuan, spielt man mit dem Wechsel zwischen Yin und Yang, bis man erkennt, dass das ganze Hin und Her der wandelnden Dualität, unsere Wahrnehmung, wirklich nur ein Spiel ist, eigentlich eins ist und immer schon war.
Dann kommst du zurück zum Sein, zum Dao – eigentlich warst du ja nie weg, konntest du ja auch nicht, weil du das ja schon immer gewesen bist, du hast es nur nicht gesehen, weil du immer auf das Spiel geschaut hast, das dich in seinen Bann gezogen hat. Aber auch das Spiel ist Dao. Oder einfacher ausgedrückt, das Dao schließt das Spiel mit ein. Das Dao ist der Kreis um das Yin/Yang herum.
Das Dao ist umfangreicher als das berühmte Hier und Jetzt aus dem Zen. Es geht einen Schritt weiter und schließt den Fluss mit ein. Es ist das Hier und Jetzt des ewig Fließenden, ohne Anfang und Ende.
Es verbindet die geistige Klarheit mit der Glückseligkeit der Existenz. Es lächelt dich an durch die Bäume und die Sonnenstrahlen. Du BIST die Bäume und die Sonnenstrahlen. Aber du bist auch dein Tisch, dein Fernseher, dein Nachbar – und uuups, du bist auch die hungernden Kinder in Afrika, du bist auch Hitler, du bist auch Satan. Du bist das Leid und du bist die Freude – Yin und Yang vereint im Dao. Hinter dem Wandel, ist die absolute Freude – die Glückseligkeit.
Dao als Weg
Was dann kommt ist eine Zeit des Nicht-Tuns (Wu Wei). Diese Phase kann mehrere Jahre andauern. Da du nur Glückseligkeit bist, geht grad das nötigste. Du kannst essen, schlafen und ausscheiden. Was soll auch sonst noch sein? Langsam lernst du wieder ins Leben zurück zu kommen. Denn, da dein Körper nicht gestorben ist, ist das das Einzige, was bleibt – Leben.
Laozi schrieb: „Ich kenne seinen Namen nicht, darum nenne ich es Dao.“